Chivasso Mit dem Auto: Autobahn A4 Mailand-Turin, Ausfahrt Chivasso Mit dem Zug: Bahnlinie Turin-Mailand oder Turin-Aosta, Bahnhof Chivasso. Ivrea Mit dem Auto: Autobahn A5 Turin-Aosta, Ausfahrt Ivrea oder Autobahn A4 Mailand-Turin, dann weiter auf Autobahn A5 bis zur Abfahrt Santhià. Mit dem Zug: Bahnlinie Turin-Aosta, Bahnhof Ivrea.
Ausgangspunkt und Ziel Örtliches Tourismusbüro Palazzo dell’Economia e del Lavoro, Piazza d’Armi
Descrizione:
Der Spaziergang beginnt am Palazzo dell’Economia e del Lavoro “Luigi Einaudi”, der kürzlich restauriert wurde und an dessen Fassade eine Uhr namens “Orologio del tempo nuovo” angebracht ist, die an die Französische Revolution erinnern soll, als Chivasso zu Frankreich gehörte. Die Uhr ist in 10 Stunden unterteilt mit jeweils 100 Minuten und 100 Sekunden. Weiter geht es in nördlicher Richtung an der Piazza d’Armi entlang und wir erreichen den Palazzo Tesio (18. Jh.). Hier wurde 1943 die so genannte “Carta di Chivasso” unterzeichnet, ein stadtpolitisches Übereinkommen. In der nord-westlichen Ecke der Piazza befindet sich die Stele Chivasso (Lapis longus) antiken Ursprungs, wahrscheinlich aus dem 7. bis 6. Jahrhundert vor Christus. Es handelt sich um ein Grabmonument, das später, nämlich 1499, zum Schandpfahl für säumige Schuldner umfunktioniert wurde. Über die Via Torino erreichen wir den Palazzo Santa Chiara, der seit dem 19. Jahrhundert als Rathaus dient. Weiter geht es über die Via Defendente Ferrari und wir kommen an der Kirche Santa Maria degli Angeli vorbei, die aus dem 16. Jahrhundert stammt. Die jetzige Fassade ist allerdings ein Ergebnis von Umbauarbeiten aus dem 18. Jahrhundert. Von der Via Torino geht es über die Piazza Carletti in den Vicolo del Portone und über die Via Teodoro II erreichen wir einen achteckigen Turm. Dieser schöne, mittelalterliche Bau ist das einzige Überbleibsel der mächtigen Burg, die 1178 von Guglielmo IV., Markgrafen des Monferrato erbaut wurde. Gegenüber des Turms befindet sich die Kathedrale Santa Maria Assunta. Unvollendet aus Geldmangel, wurde sie dennoch 1429 eingeweiht und ist eins der größten gotischen Bauwerke des gesamten Piemonts. Weiter geht es auf der Via Torino und wir schlagen die malerische Quintana del Cedro ein, wo man eine wertvolle Terrakotta-Arbeit von Nino Ventura bewundern kann. Danach nehmen wir die Via Don Dublino, an deren Ende wir links in die Via Caduti per la Libertà abbiegen. Kurz danach erreichen wir die Via Borla und kommen an einem Gebäude vorbei, das heute als Kinderkrippe dient und im 16. Jahrhundert als Franziskanerkloster erbaut wurde. Wieder in die Via Torino zurückgekehrt, biegen wir links ab und erreichen die Kirche Santi Gioanni Battista e Marta aus dem 18. Jahrhundert. Es geht ein kurzes Stück zurück, um in die Via Roma einzubiegen. Die Piazza del Popolo erreicht, schlagen wir die Via Cosola ein und kommen an den mittelalterlichen Stadtmauern vorbei, die auch das Stadtgebiet abgrenzten. Wir erreichen Via Bosio, dann die Via Cavour mit dem gleichnamigen Kanal, der auf Betreiben von Camillo Benso, Graf Cavour in nur drei Jahren zwischen 1862 und 1866 angelegt wurde, um die landwirtschaftlichen Gebiete in der Umgebung von Vercelli und Novara zu bewässern. Etwas weiter erreichen wir dann den Eingang des so genannten Parco Fluviale del Bricel, der an den Po grenzt und 2003 eingeweiht wurde. Der Name stammt von einem typischen Kahn ab, der früher zum Lasten- und Personentransport sowie zur Fischerei auf dem Po benutzt wurde. Nachdem wir den Park verlassen haben, schlagen wir die Via Po ein und kehren in das Stadtzentrum zurück. Wir biegen links in die Via Caduti per la Libertà ein und kurz danach in die Via Castello. Wir biegen nochmals links ab in die Via Teodoro II und danach in die Via del Collegio. Das Gebäude, das sich vor uns erhebt, ist das antike Kloster San Bernardino, das Mitte des 16. Jahrhunderts nach den architektonischen Maßstäben des Franziskanerordens angelegt wurde. Von hier biegen wir in den Vicolo del Quartiere ein und kommen zu unserem Ausgangspunkt zurück.
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