Wir beginnen für unsere Entdeckungsreise durch dieses wunderschöne
Gebiet beim Schloss der Grafen della Gherardesca in Bolgheri, in
der Nähe der Piazza Santa Teresa und der Kirche der Hl. Jakob und
Christophorus, die älteste Zone des Ortes.
Vor uns, abfahrend, erwartet uns eine der bekanntesten Alleen der
ganzen Halbinsel, die berühmte Viale dei Cipressi, die Carducci dank
seines Werkes Rime nuove unsterblich machte. Damals
waren die Zypressen, erst kurz davor gepflanzt, noch nieder, heute
bilden sie eine majestätische Reihe, die jeden Besucher bis an die Tore
von Bolgheri und von hier auf die Provinzstraße Nr. 39 mit einer Länge
von mehr als 4 Kilometern begleitet. Auf diesem Weg finden wir einige
Abzweigungen auf der Straße, zuerst nach Bibbona und dann nach
Castagneto, aber wir fahren immer geradeaus, an den Seiten der
Weinstockfelder. Wir befinden uns in einer der besten Gebiete des
Weinanbaus der Toskana, denn hier werden einzigartige Klima- und
Bodenbedingungen geboten, dank der man sehr komplexe Weine erhält.
Nicht umsonst wurde die Gegend von Bolgheri als das Eldorado des
italienischen Weins bezeichnet. Wir erreichen auf diese Art am Ende der
Allee San Giodo, wo sich auf einer Seite das Konsortium Strada del Vino
Costa degli Etruschi und auf der anderen Seite der Gutshof Sassicaia
befindet und wir vor einem Stopp-Schuld stehen. Es geht nun weiter in
Richtung Norden, wir überqueren erneut die Via Aurelia und strampeln
weiter, parallel zur Eisenbahn, ohne dabei die Abzweigungen zu nehmen,
bis wir die Gemeinde Bibbiona erreichen. Hier finden wir auf der
rechten Seite eine Kreuzung, inmitten von Zypressen und Kiefern. Wir
folgen weiter den Wegweisern für den Ort und dringen in die Felder von
Bibbiona ein. Auch diese Felder, sind vor allem nach den Urbarmachungen
seitens Leopold im 17. Jhd., sehr fruchtbar und reich an
Produkten. Wir dringen mit unseren Fahrrädern in die Olivenhaine, die
sich auf allen Hügeln ausbreiten, während die Weinproduktion durch das
DOC-Zeichen “Terratico di Bibbona” Bedeutung annimmt. Wir
dringen weiter bis zur Abzweigung nach Bibbiona vor, ein Ort der
dank seiner charakteristischen Gassen in der Ortsmitte und der San
Ilario-Kirche, die auf das XI. Jhd. zurückgeht, einen Besuch verdient.
Wir fahren nun weiter, indem wir langsam aber ständig auf die Hügel
ansteigen. Es handelt sich hier um den eindrucksvollsten Teil unserer
Tour, die wir in Richtung Süden vornehmen und bei der wir zahlreiche
Gutshöfe kreuzen. Auf unserer linken Seite verlaufen sanfte Hügel ,
während wir im Westen unsere Blicke auf die Küste und das Meer
schweifen lassen. Die Viale die Cipressi erwartet uns und zeigt uns die
Richtung an. Wir können aus der Ferne die Gipfel der Zypressen in ihrer
ganzen Länge bewundern. Nachdem wir zwischen den Hügeln Bolgheri
erkennen, erreichen wir kurz darauf eine Abzweigung zwischen
Steineichen und Kiefern, die wir bereits am Anfang unserer Tour sahen.
Es geht links ab und leicht aufsteigend fahren wir erneut durch
das Tor durch, bei dem wir mit unserem Ausflug starteten.
Diese Route
gehört zu einer Sammlung, die die Zeitschrift La Rivista del Trekking
in Zusammenarbeit mit den Tourismusbüros (APT) der Toskanaküste
ausgearbeitet und veröffentlicht hat. Es handelt sich um
Ausflugsvorschläge als Entdeckungsreise von faszinierenden Orten,
eingebettet in ein landschaftlich und kulturell äußerst reizvolles
Gebiet.
|